Druvides Beiträge

Alban Eiler

Frühjahrs Tag- und Nachtgleiche – 21. März

Alban Eiler - Der Hase als Ursymbol der Fruchtbarkeit an Ostara

Alban Eiler wird gefeiert, wenn die Sonne in den Widder tritt und Tag und Nacht gleich lang sind (20. bis 23. März). Es ist die Zeit neuen Lebens, von Narzissen und Kirschblüten, von Vogelküken und Lämmchen auf der Weide. Jetzt wird die Kindheit gefeiert. Wir befinden uns wieder an einem Wendepunkt des Jahres. Die Dunkelheit liegt hinter uns. Vor uns das Licht in das wir hineinwachsen können.

Der Winter kommt uns manchmal so lang vor, daß wir uns fragen ob der Frühling jemals wiederkommen wird. Doch die Frühlingsgöttin schläft nur in der Dunkelheit des Winters. Sie wird zu Imbolc erweckt, aber zur Zeit der Frühlings-Tagundnachtgleiche ist sie wirklich wach. Die Kräfte des Lichts halten sich zu diesem Zeitpunkt mit den Kräften der Dunkelheit die Waage. Das Licht aber nimmt zu und wird drei Monate später zur Sommersonnenwende seinen Höhepunkt erreichen.

Die symbolische Pflanze der Tagundnachtgleiche im Druidentum ist das Kleeblatt. Dies wird auch am St. Patrick’s Day, welcher fast zu Alban Eiler oder der Frühjahrstagundnachtgleiche am 17. März begangen wird, getragen. Der Legende nach erklärte St. Patrick die Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblattes. Das dürfte auf die früheren druidischen Verbindungen des Heiligen zurückzuführen sein wo die Dreiheit der Dinge schon immer gelehrt wurden.

Die dreifachen grünen Blätter des Frühlings in der druidischen Zeremonie und im irischen Knopfloch am St. Patrick’s Day bringen uns also zurück zur Lehre der Dreifaltigkeit, zur Lehre des Awen und zum Konzept der dreifachen Göttin. Artemis, die dreifache Mondgöttin der Griechen, fütterte ihre Hirschkühe mit Kleeblättern.

Im Druidentum wird der Frühling als so wichtig angesehen, daß dieser Jahreszeit drei Feste gewidmet sind. Imbolc, das die ersten Anzeichen des Frühlings markiert. Alban Eiler, das den wahren Frühlingsbeginn festlegt und Beltane, die Zeit der Beginn der Fülle. Dann ändert sich die Qualität und entwickelt sich zum Sommer. Alban Eiler, am Punkt des Gleichgewichts zwischen Imbolc und Beltane, ist auch am Punkt des Gleichgewichts zwischen Tag und Nacht. 

Es ist eine perfekte Zeit um sich für die Qualität des Gleichgewichts in unserem eigenen Leben zu öffnen. Sind Körper, Geist und Seele im Gleichgewicht? Wenn nicht, was hält Sie davon ab dieses Gleichgewicht zu erreichen? Wie würde dieses Gleichgewicht aussehen, wenn es schon da wäre? Denke über dies Fragen nach und nutze die gesammelte Energie der kommenden helleren Tage um die Veränderungen zu verwirklichen, die du haben möchtest. Es ist jetzt eine Zeit aus dem Winterschlaf zu erwachen und sich wieder zu bewegen, zu wachsen und zu lernen.

Wenn ein weiterer Frühling beginnt wird das Leben für einen weiteren Zyklus erneuert. Ostara ist ein Feiertag für die Göttin der Fruchtbarkeit, der oft mit Ostern in Verbindung gebracht wird.

Jacob Grimm schreibt in seinem Buch “Deutsche Mythologie” zu Ostara:

“Dieses Ostara muß gleich ein höheres Wesen des heidenthums bezeichnet haben, dessen dienste so feste wurzeln geschlagen hatte, daß die bekehrer den namen duldeten und auf eins der höchsten christlichen jahresfeste anwandten.

Ostara, mag also gottheit des strahlenden morgens, des aufsteigenden lichts gewesen sein, eine freudige, heilbringende erscheinung, deren begrif für das auferstehungsfest des christlichen gottes verwandt werden konnte. freudenfeuer wurden zu ostern angezündet, und, nach dem lange fortdauernden volksglauben, thut die sonne in des ersten ostertages frühe, so wie sie aufgeht, drei freudensprünge, sie hält einen freudentanz. wasser, das am ostermorgen geschöpft wird, ist gleich dem weihnächtlichen, heilig und heilkräftig. auch hier scheinen heidnische vorstellungen auf christliche hauptfeste übergegangen. weißgekleidete jungfrauen, die sich auf ostern, zur zeit des einkehrenden frühlings, infelsklüften oder auf bergen sehen lassen, gemahnen an die alte göttin.”

Wir sehen, daß viele der alten Symbole und Bräuche sich bis in unsere Zeit erhalten haben. Auch das Ei als Ursymbol des Lebens konnte sich über die Jahrtausende retten genauso wie der Osterhase. Aus dieser Tradition haben wir den Brauch an Ostern Eier zu färben und Schokoladenhasen zu essen. Eier und Hasen sind beide Symbole großen Göttin.

Das Sonnenkind ist bis zu Alban Eiler gewachsen und seine Wärme berührt die Erde. Wir segnen den Samen, aus dem die Ernte in diesem Jahr hervorgehen wird. Das Vorziehen der Pflanzen in Töpfen ist bereits in vollem Gange. Neue Kraft und Lebensenergie durchströmt uns. Es ist eine Zeit der Fröhlichkeit und der Hoffnung, da das Licht gegenüber der Dunkelheit am zunehmen ist.

VK
LinkedIn
Twitter
Facebook
Telegram
Email

DRUFIDES

2 Kommentare zu „Alban Eiler“

  1. Pingback: Beltane - Druvides

  2. Pingback: Imbolc - Druvides

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Suche und finde

Newsletter

Druiden-&-Kelten-Buchcover

Ein bis zweimal im Monat versenden wir einen Newsletter mit spannenden Informationen. Außerdem bekommst Du unser Ebook “Druiden & Kelten – Unser Keltendorf” geschenkt. 
Trage dich hier ein und stimme damit unseren Datenschutzbestimmungen zu!

Copyright 2022 © All rights Reserved